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Sicherheit

Datenschutz und Sicherheit bei KI, in einfacher Sprache.

Bevor Sie einer KI Kundendaten anvertrauen, wollen Sie wissen, wohin sie gehen. Hier steht es, mit Quellen.

Anbieter-Bedingungen geprüft am 31. Oktober 2026

Kurz gesagt

Das Wichtigste in Kürze.

  • Daten bleiben bei Ihnen

    Ihre Daten und die Lösung selbst liegen in Ihrem Konto. Zur KI geht nur, was eine Aufgabe braucht.

  • Kein Training

    Ich setze nur Geschäftsangebote ein, deren Bedingungen das Training mit Ihren Daten ausschliessen.

  • Standard: Schweiz

    Kundendaten verarbeite ich standardmässig in der Schweiz. Etwas anderes nur mit Ihrer schriftlichen Zustimmung, pro Fall.

  • Nur nötige Zugriffe

    Die KI erhält nur die Zugriffe, die sie braucht. Sie können sie jederzeit entziehen.

  • Löschung bestätigt

    Am Ende entziehen Sie meine Zugänge. Was ich für das Projekt bei mir hatte, lösche ich und bestätige es schriftlich.

Datenweg

Wo Ihre Daten liegen.

Gespeichert wird bei Ihnen, in Ihren Programmen. Beim KI-Anbieter wird der Text verarbeitet. Je nach Anbieter bewahrt er ihn eine begrenzte Zeit für Missbrauchskontrollen auf, meist bis 30 Tage, und löscht ihn danach.

Betrieb

Wo die Lösung läuft.

Nicht nur Ihre Daten, auch die Lösung selbst gehört in Ihr Konto: Abläufe, Schlüssel, Zwischenergebnisse und Protokolle. So sieht Ihre IT jederzeit, was läuft, und kann mir den Zugang entziehen.

In Ihrem Konto

Bevorzugt in Ihrem Microsoft-365- oder Azure-Konto, Region Schweiz.

Arbeiten Sie nicht mit Microsoft, in einem Konto bei Infomaniak auf Ihren Namen.

  • Ihre Daten: Mails, Belege, Anfragen
  • die Abläufe der Lösung und der KI-Dienst
  • Schlüssel und Zugangsdaten, verschlüsselt
  • Zwischenergebnisse und Protokolle: wer wann was freigegeben hat

Die Lösung erhält eine eigene App-Registrierung, der Ihre IT zustimmt. Sie darf nur auf das vereinbarte Postfach oder den vereinbarten Ordner zugreifen.

Mein Zugang

Ein eigenes Konto mit Zwei-Faktor-Anmeldung, das Sie jederzeit entziehen können.

Bei mir liegt

  • eine Kopie des Codes, er gehört Ihnen
  • die Dokumentation
  • erfundene Testdaten

Nie auf meinen Geräten

  • Ihre Kunden- und Mandantendaten
  • Passwörter oder Schlüssel in Mails
  • Protokolle mit Personendaten

Gebaut und getestet wird mit erfundenen Daten. Meine Entwicklungswerkzeuge, auch KI-Assistenten beim Programmieren, sehen keine echten Kundendaten.

Für Ihre IT

Technischer Aufbau, zum Aufklappen.

So baue ich eine Lösung für Microsoft 365 auf, am Beispiel Antwortentwürfe für ein Postfach. Die Einzelheiten legen wir im Pilot mit Ihrer IT fest und schreiben sie ins Betriebshandbuch.

Dienste, Berechtigungen, Protokolle
  1. Exchange OnlinePostfachneue Mail im vereinbarten Postfach
  2. Azure, Switzerland NorthAblaufAzure Functions in Ihrem Abonnement
  3. Azure, Switzerland NorthKIAzure OpenAI, regionale Bereitstellung
  4. Exchange OnlineEntwurfim Entwurfsordner, Versand durch Ihr Team
App-Registrierung
Eigene App in Ihrem Entra ID, Ihre IT erteilt die Zustimmung. Anmeldung mit Zertifikat, nicht mit Passwort.
Berechtigungen
Microsoft Graph, Anwendungsrecht Mail.ReadWrite: Mails lesen und Entwürfe anlegen. Kein Recht zum Senden (Mail.Send). Beschränkt auf das vereinbarte Postfach mit RBAC für Anwendungen in Exchange Online. Eine Freigabe für alle Postfächer in Entra ID gibt es nicht, sie würde die Beschränkung aushebeln.
Schlüssel
In Azure Key Vault in Ihrem Abonnement. Der Ablauf greift mit einer verwalteten Identität darauf zu.
Code
In einem Repository auf Ihren Namen, zum Beispiel bei GitHub oder Azure DevOps. Änderungen sind nachvollziehbar.
Protokolle
Application Insights in Ihrem Abonnement: Zeit, Ablauf, Ergebnis und Fehler, keine Mailinhalte. Aufbewahrung standardmässig 30 Tage, anders nach Vereinbarung.
Fehlermeldungen
Warnungen über Azure Monitor per Mail an mich und auf Wunsch an Ihre IT.
Abschalten
Ablauf in Azure stoppen oder die App in Entra ID deaktivieren. Beides kann Ihre IT ohne mich.

Mit Google Workspace oder anderen Programmen ist der Grundsatz gleich: eigenes Konto der Lösung mit eng begrenzten Rechten, in Ihrem Konto. Den genauen Aufbau legen wir im KI-Check fest. Quellen von Microsoft stehen unten auf dieser Seite.

Vertraulichkeit

Vertraulich vom ersten Gespräch an.

Für den KI-Check brauche ich keine Kunden- oder Mandantendaten. Echte Daten kommen erst im Pilot dazu, wenn alles unterschrieben ist.

  1. Gespräch

    Wir besprechen Ihre Abläufe. Auf Wunsch unterschreibe ich vorher eine Vertraulichkeitserklärung: Was ich von Ihrem Betrieb erfahre, bleibt bei mir und wird nur für Ihren Auftrag verwendet, auch nach dem Ende der Zusammenarbeit.

  2. KI-Check

    Ich arbeite mit Musterbelegen, erfundenen Beispielen oder Unterlagen Ihres eigenen Betriebs, die Sie dafür freigeben. Kunden- und Mandantendaten sehe ich nicht.

  3. Vertrag

    Vor dem Pilot unterschreiben wir den Vertrag zur Auftragsbearbeitung. Darin steht, welcher Anbieter welche Daten erhält und wo.

    Sie unterschreiben

  4. Pilot

    Erst jetzt arbeitet die KI mit echten Daten, in Ihrem Konto und standardmässig in der Schweiz.

Anbieter

Welche Anbieter ich einsetze.

Welcher Anbieter passt, hängt von der Aufgabe und von Ihren Anforderungen ab. Das klären wir im KI-Check. Die wichtigsten im Überblick (Stand 31. Oktober 2026):

KI-Anbieter im Überblick, Stand 31. Oktober 2026
AnbieterWo die Daten verarbeitet werdenTraining mit Ihren DatenAufbewahrung
Microsoft Azure OpenAIRechenzentrum «Switzerland North» wählbar, bei regionaler Bereitstellungnein, laut Microsoftzur Missbrauchskontrolle, Details in den Bedingungen von Microsoft
OpenAI (API für Firmen)USA, für neue Projekte ist Europa wählbar, sofern berechtigtnein, seit 1. März 2023, ausser Sie stimmen ausdrücklich zuProtokolle zur Missbrauchskontrolle bis 30 Tage
Anthropic (Claude, API für Firmen)USA, über Cloud-Partner wie Amazon Web Services auch in EU-Regionennein, laut GeschäftsbedingungenEin- und Ausgaben standardmässig innert 30 Tagen gelöscht
Google (Gemini in Google Workspace)gemäss Ihrem Workspace-Vertragnein, laut Google, ausser Sie erlauben esgemäss Ihrem Workspace-Vertrag
Infomaniak (offene KI-Modelle)eigene Rechenzentren in der Schweizlaut Anbieter keine Speicherung der Anfragenlaut Anbieter keine

Bedingungen können sich ändern. Vor jedem Projekt prüfe ich sie neu und lege Ihnen die aktuellen Unterlagen vor. Die Quellen stehen unten auf dieser Seite.

So schütze ich Ihre Daten

Sieben Regeln für jedes Projekt.

Kein Training mit Ihren Daten.

Die Geschäftsangebote der grossen Anbieter schliessen das Training mit Kundendaten in ihren Bedingungen aus. Bei Gratis-Apps für Privatpersonen ist das anders: Dort können Eingaben je nach Einstellung zum Training verwendet werden. Darum nutze ich für Ihre Daten nie Gratis-Versionen, sondern nur Geschäftskonten mit Vertrag.

Standard: Schweiz. Ausnahmen nur schriftlich.

Kundendaten verarbeite ich standardmässig in der Schweiz, zum Beispiel bei Microsoft Azure in der Region «Switzerland North» oder bei Infomaniak. Braucht eine Aufgabe ein Modell, das es dort nicht gibt, frage ich Sie vorher schriftlich, pro Fall. Ohne Ihre Zustimmung gehen keine Kundendaten in die EU oder die USA. Für die USA gilt seit dem 15. September 2024 das Swiss-U.S. Data Privacy Framework: Daten dürfen grundsätzlich an US-Firmen gehen, die sich danach zertifiziert haben.

Zugriffsrechte.

Die KI erhält ein eigenes Konto mit eng begrenzten Rechten, zum Beispiel nur Lesen in einem Postfach und Schreiben in den Entwurfsordner. Alle Zugänge sind mit Zwei-Faktor-Anmeldung geschützt, Schlüssel liegen verschlüsselt und nie in Mails. Sie sehen jederzeit, welche Zugänge es gibt, und können sie entziehen.

Löschung.

Zwischenergebnisse der KI werden nach einer Frist gelöscht, die wir vereinbaren. Am Ende der Zusammenarbeit entziehen Sie meine Zugänge, und ich lösche, was ich für das Projekt bei mir hatte. Das bestätige ich schriftlich. Ihre Belege, Buchungen und Akten bleiben in Ihren Programmen, auch für die gesetzliche Aufbewahrungspflicht.

Gebaut wird mit erfundenen Daten.

Ich baue und teste jede Lösung mit erfundenen Daten. Meine Entwicklungswerkzeuge, auch KI-Assistenten beim Programmieren, sehen keine echten Kundendaten. Auf Ihre Systeme greife ich nur über mein eigenes Konto mit Zwei-Faktor-Anmeldung zu.

Keine Kundendaten über die Website.

Formular und Mail dieser Website laufen heute über Web3Forms (Betreiber in Indien, Server in den USA) und Gmail (Google). Sie sind für erste Anfragen gedacht, darum gilt die Regel «Standard Schweiz» hier noch nicht. Bitte schicken Sie darüber keine Kunden- oder Mandantendaten. Ihre Daten in einer KI-Lösung laufen nie über diese Wege, sondern in Ihrem eigenen Konto.

So wenig Daten wie nötig.

Für einen Antwortentwurf braucht die KI die Anfrage, nicht Ihre ganze Kundendatenbank. Wo es die Aufgabe erlaubt, ersetze ich Namen und Nummern durch Platzhalter, bevor Text zur KI geht.

Beispiel mit erfundenen Daten

In Ihrem Postfach

Guten Tag, hier ist Sara Muster, Kundennummer K-4021. Meine Rechnung vom Oktober stimmt nicht.

Was zur KI geht

Guten Tag, hier ist [Name 1], Kundennummer [Nummer 1]. Meine Rechnung vom Oktober stimmt nicht.

Der Entwurf kommt mit den Platzhaltern zurück. Die Lösung setzt Name und Nummer danach wieder ein.

Gesetz

Schweizer Datenschutzgesetz (DSG).

Seit dem 1. September 2023 gilt das neue Datenschutzgesetz. Es gilt auch für KI, das hat der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) klargestellt. Wer mit Ihrem Betrieb schreibt, soll erfahren können, dass KI mitarbeitet. Ich schlage Ihnen dafür einen kurzen Text für Ihre Datenschutzerklärung vor. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.

Auftragsbearbeitung

Bearbeite ich für Sie Personendaten, bin ich Auftragsbearbeiter. Das regeln wir in einem schriftlichen Vertrag: was ich darf, welche Anbieter beteiligt sind, wie ich die Daten schütze und wann ich lösche. Die KI-Anbieter sind dann Unterauftragsbearbeiter. Sie stimmen ihnen vorher zu.

Vertrag zur Auftragsbearbeitung

  • was ich mit Ihren Daten tun darf
  • welche Anbieter beteiligt sind, und wo
  • wie ich die Daten schütze
  • wann und wie ich lösche
  • Ihre Zustimmung zu jedem Unteranbieter

Muster lesen

Ich bin kein Jurist. Rechtliche Fragen klären Sie mit Ihrer Fachperson, ich liefere die technischen Angaben.

Was ich nicht habe.

Ich habe keine Zertifizierung wie ISO 27001 und gebe keine Garantien, die ich nicht halten kann. Die grossen Anbieter legen ihre Sicherheitsnachweise und Datenschutzverträge offen. Ich zeige sie Ihnen auf Wunsch.

Fünf Fragen, die Sie jedem KI-Anbieter stellen sollten, auch mir.

  1. Wo werden unsere Daten verarbeitet und gespeichert?
  2. Wird mit unseren Daten trainiert?
  3. Wer hat Zugriff, und wie entziehen wir ihn?
  4. Was passiert mit den Daten am Ende der Zusammenarbeit?
  5. Wie arbeiten wir weiter, wenn die KI ausfällt?

Antwort auf Frage 5: Betrieb und Support

Noch eine Frage zum Datenschutz?

Fragen Sie mich direkt. Im KI-Check klären wir den Datenschutz für Ihren Fall, bevor etwas läuft.

Lieber per Mail? jonas.grueter.web@gmail.com